Montag, 30. Juni 2014

Eine Eule zum Knutschen

Als vor einiger Zeit die Eulen aufkamen, war ich ganz verliebt in diese süßen Dinger :o)
Habe aber nichts genäht, weil ich eh schon so viele andere Dinge gemacht habe.
Dann sollte ich plötzlich für einen kleinen Jungen eine Eule als Geburtstagsgeschenk nähen.
Ähh ja...klar, wie alt wird denn der Kleine? Zwei....hmmm, wie war das noch..keine Knöpfe, muss waschbar sein und weich. Öh ja ...ok, ich geb mein Bestes...und in Gedanken :"ach du Schande" Normalerweise tüftel ich selber was aus, such nach besten Möglichkeiten und Stoffen und wenn ich mal was verhaue, kein Problem, dann ab in die Tonne und nochmal. Bin ja schließlich keine gelernte Schneiderin.
Aber diesmal bloß keine Fehler machen.Viel Zeit hatte ich auch nicht. Ok, ein Schnitt musste her...such, such, such.Hurra!
Google sei Dank :o)
Hier genau das Richtige:
Ein passender Schnitt, toll Bebildert und noch direkt zum Ausdrucken :o))
Ist zwar auf Englisch, aber kein Problem, total leicht nach zu machen.
Für private Zwecke erlaubt und kostenlos.
Hab ich für mich ein wenig abgeändert, hinten mit Tasche und gefüllten Flügeln und Füßen.
Zum Glück hatte ich noch etwas Frottee, Samt und Leder in den passenden Farben.
Und hier der Werdegang:

Schnitt ausdrucken....
 ich habe  großzügig zugeschnitten...
 so fast alle Teile zusammen....
 Hinten wollte ich eine kleine Tasche, sozusagen als Geheimversteck :o)


 Leder macht ja manchmal Probleme, wenn die eine Seite so rauh ist, da lege ich dann ein Stück Papier drunter und schon geht das. Einfach abreißen hinterher und den Rest aus den Nähten fummeln, fertig :o))
 Dann noch die Füße, hier schon gefüllt und abgesteppt....
 die Flügelchen.....
 Augen und die Nase an das  Vorderteil nähen...
 Die kleine Tasche hinten aufnähen.....Bei Samt empfiehlt es sich, die Tasche 2 mal zuzuschneiden,
rechts auf rechts zusammen nähen, umdrehen, Öffnungsnaht zunähen und so fusselt später nichts mehr rum.
 Die Füße und die Flügelchen an den Rand annähen....und nach innen legen....
 Dann beide Teile Rechts auf Rechts zusammen nähen, ist an den Stellen, wo die Füße etc. sind, etwas fummelig, aber es geht und an der Seite eine Füllöffung lassen, am Besten man rattert dann, wenn man einmal rum ist, an den Fügeln und Füßen noch 2-3 mal mit Zickzack drüber, damit die Nähte nicht so leicht ausreißen beim Rumschleppen. Noch umdrehen....
.
 Hinten sitzt auch alles :o))
 Befüllen, die seitliche Öffnung zunähen und Taaadaaa :o))
 Fertig!!
Au fein, das hat Spass gemacht und wenn es nach mir ginge, hätte ich die für mich behalten *gg*
Aber das ist ja so, als wenn man einem Baby den Schnuller klaut oder wie hier in dem Fall,
die Eule einem Kleinkind, hihi, winke, winke, eselfee :o))



Mittwoch, 11. Juni 2014

Spieglein,Spieglein.......

 Hier wollte ich ja nochmal zeigen, wie ich einen großen Spiegel aus einem alten Schrankteil
und den bunten Stoff vom Maschinenfilzen gemacht habe.
Übrigens der Spiegel ist mit Wasserwaage ausgerichtet, sollte das schief aussehen, liegt es an der Asymitrie und dem Blickwinkel*g*
Zuerst einen alten Spiegel ohne Rahmen, mit Silikon oder Akryl auf das Schrankteil kleben.
Oben schon mal 2 Löcher gebohrt und dann mit der Heißklebe Pistole ringsum den Stoff (nach Belieben) aufkleben. 


 Das geht schnell und ist einfach.....man kann auch einen Spiegel mit Rahmen bekleben,
wenn man den nicht leiden mag, oder passend zur Einrichtung *g*



Hier oben rechts neben der Schwalbe, sieht man eine Schraube (von zweien)
 (diesmal eine voll fette Schraube) die fällt kaum auf :o))
Vorher natürlich ein Loch in die Wand bohren und passenden Dübel rein .....
ist das Bohrloch im Spiegelrahmen zu groß geworden und die Schraube rutscht hindurch, kann man einfach eine (Angemalte) Unterlegscheibe mit hinzunehmen.


Leider etwas unscharf geworden, meine Kamera macht bei dem wilden Muster nicht mit.

Ich mag das gerne, alte Spiegel bemalen, bekleben und was ich noch alles........
schön das es nun sogar schon ein Wort dafür gibt, Upcycling :o))
Früher haben die Leute komisch geschaut, was will die denn mit dem alten Krempel und 
wenn man mich jetzt fragt, was machst du denn so eigendlich?
Und ich dann: "Upcycling" und die dann : "ui fein, ist gut für die Umwelt, usw."
Und ich dann*grinsdoppelgrins*
In diesem Sinne, winke,winke, eselfee :o))

Freitag, 6. Juni 2014

Maschinenfilzen Beispiele Teil 2

Dieses Täschchen ist mit Jeansstoff aus einer alten Hose und das Vorderteil ein Stück aus dem Rosa/Blau/Grünen Stoffrohling. Irgendwie war ich zu geizig für die Rückseite auch den guten Stoff zu nehmen, aber ich finde sie vieleicht deswegen so gut, wie sie ist *g*
Darin bewahre ich meine Lucetgabel auf.
Wie man die Lucetgabel selber herstellen kann und was man damit macht,
habe ich schon hier im Blog berichtet :o)
Der Knopf wird auch an der Seite, mit einer kleinen gegabelten Schnur verschlossen.


Hier noch andere kleine Täschchen......
diese hier habe ich auf Wunsch seiner Besitzerin vorne aufgepeppt, die alte Stofftasche war etwas zerfleddert..... heute nennt man das wohl Upcycling :o))
Übrigens liebe ich das sogenannte Upccyling, habe ich schon immer so gehalten, aus Alt mach neu oder so *g* hatte nur keinen Namen dafür.....
  und weil sie das so gut fand, wollte sie gleich eine ganz Neue haben, hihi...
und so sieht sie von innen aus, weil der Stoff schon etwas dicker ist, brauchte ich hier kein Futter....
und weil meine Bekannte einen kleinen Hund hat, sollte die kleine Süße auch was haben.....
Wie ich das Brustgeschirr gemacht habe, da schreib ich mal einen neuen Post zu :o)
Hier die erste Tasche, die ich mit einem kleinem Übungstückchen gemacht habe, die Geschichte dazu steht im ersten Teil Maschinenfilzen :o)


Schnittmuster habe ich dafür nicht, da ich meine Taschen einfach so zuschnippel.

Hier ein paar Haargummis, ich fummel mir immer so einen lockeren Knoten damit in meine Haare, weil hier ist es oft windig *g*.....
das Rosa/Weise hier unten ist vollständig aus einem Stoffrohling, ich trage es nun schon min.2 Jahre und ich finde es immer noch schön :o)
Das nächste Bild ist ein kleiner runder Spiegel, davon habe ich ein paar auf dem Sperrmüll gefunden,
nur ein klein wenig verkratzt,mit einem Loch in der Mitte und da Frau ja alles gebrauchen kann, habe ich die mitgenommen....ich kann nix dafür, ich kann einfach nicht mitansehen, wie man Spiegel und Stühle etc. jeglicher Art wegwirft. Sogar Schranktüren mit Spiegel male ich an und hänge die auf :o))
Die haben praktischerweise meistens noch die Schaniere dran. Das sind dann meine Aufhänger.
Schrauben in die Wand dübeln,fertig.....Aber langsam habe ich keinen Platz mehr *schnief*
der Keller ist ja nun auch nicht mehr....
Hier einfach eine Holzplatte mit Löchern bohren, statt Aufhänger.
Spiegel draufkleben, mit Stoff bekleben...fertig.
Diesen Großen hier hatte ich für meinen Keller gemacht.......


Wie ich den gemacht habe, schreib ich im nächsten Post, damit man hier nicht so viel scollen muss.
Hoffe, es sind einige Anregungen für euch dabei gewesen, winke,winke, eselfee :o))
 



Donnerstag, 5. Juni 2014

Maschinenfilzen Beispiele Teil1

Hallihallo, hier nun endlich die versprochenen Beispiele :o)
Ich schreib mal jetzt nicht soviel dazu, ist ja eine Geschmacksfrage,
wie man seine Stoffrohlinge gestaltet.
Hier nun die ersten Foto´s, einige könnten etwas unscharf sein, meine Kamera war mit den vielen Mustern total überfordert.....







 Oft nähe ich noch Wollfäden mit der Nähmaschine drüber....


Oder zündel mal ein wenig mit dem Feuerzeug, kontroliert den Organza an, hihi...



 

 Hier einmal Vorder- und Rückseite zusammen.....



Mir macht es jedenfalls sehr viel Spass, ich komme bloß nicht so oft dazu, wie ich gerne möchte.
Schließlich bastele ich ja noch an anderen Sachen rum, die für mich genauso spannend sind :o)
In Beispiele 2, zeig ich euch, was ich aus diesen bunten Stücken gemacht habe,
 winke,winke,eselfee :o)

Montag, 10. März 2014

Maschinenfilzen Teil2

So nun kommen wir zu Teil 2.
Ich habe im Laufe der letzten 3 Jahre meinen eigenen Stil gefunden.
Maschinenfilzen mache ich in mehreren unterschiedlichen Lagen, gemischt mit Resten.
Ich verwende meistens als Unterlage dickes Molton, Zählstoff oder stabile Wollstoffreste.
Darauf tackere dünn ich mit der Baby Lock, die sogenannte Märchenwolle, die man auch so zum Filzen verwendet. Ich habe festgestellt, das auf festeren Stoffen sich das gefilzte Material nicht gut verbindet, das heißt, wenn man richtig dran zieht, lässt sich die Märchenwolle wieder ablösen.
Wer nur was zum Anschauen macht, wie Karten etc. da ist es egal, will man es aber als Stoffrohling für andere Sachen verwenden, finde ich das nicht so gut, wenn sich meine Arbeit wieder ablösen könnte.
Also, wie man genau mit der Filzmaschine umgeht, ist nicht leicht zu beschreiben.
Ich versuche es trotzdem mal.
Theoretisch legt man die Filzwolle etc. unter den Nadelhalter und mit fast Volldampf, ohne Ziehen und Schieben, nur mit leichter Führung, verbindet man die obere Schicht Filzwolle etc. mit der unteren Schicht. Teilweise muss man öfter wieder über die gleiche Stelle fahren.
Theoretisch. Praktisch muss man enorm aufpassen.Darauf, dass keine Wolle von oben in die Nadeln reinkommt, darauf, das man nicht zu lange auf einer Stelle tackert und den Stoff nicht zu schnell führt.
Man wundert sich wie schnell das passieren kann. Wolle von oben reinrutschen bedeutet, dass man bei Pech zu lange auf einer Stelle bleibt, der Stoff zerreißt und bei Pech auch noch die Nadeln abrechen. Das wiederum heißt Fummel, Fummel, schraub und bei Pech, ein dickes Loch im Stoff.
Es ist reine Übungssache zu lernen, wie man bei Volldampf filzt und trotzdem vorsichtig führt.(Achtung) Es gibt zwar einen guten Fingerschutz, aber ich bin auch schon ein paar Mal gefährlich nah dran gewesen im Eifer des Gefechts, mir in den Finger zu tackern.
Am Anfang hatte ich lange Zeit Probleme verschiedenster Art, auch weil ich ja nie jemanden hatte, der mir es hätte beibringen können und einen höllischen Respekt, vor diesem Biest*g*
Aber wir haben uns zusammengerauft und heute macht es mir viel Spass.
So nun zeige ich paar Fotos,wie ein Stoffrohling entsteht.
Zuerst lege ich eine dünne Schicht Filzwolle/Märchenwolle auf z. B. ein Stück Molton.

Ist wie ein Bild malen, mit Farben spielen.....

 Dann fahre ich mehrfach mit der Filzmaschine darüber, hin und her ,kreuz und quer...
hier von Oben.....

so sieht am Anfang die Rückseite aus....
je mehr man filzt, um so dichter, wird es auch von Unten.....
hier ein Beispiel einer Rückseite, von einem andern Stoff:
 
nochmal links Oberseite, rechts Unterseite, ich glaube, so versteht man das Prinzip der Filzmaschine.
 
Das mache ich solange, bis sich meine erste Lage gut mit dem Unterstoff verbunden hat.
Dann lege ich zum Beispiel verschiedene Wollfäden kreuz und quer über den Rohling.....
 
und bearbeite (tackere -natürlich heißt das filzen, aber weil die Maschine rattert, nenne ich das Tackern) die Wollfäden mit dem Stoff.....

 
das klappt nicht immer perfekt, ist aber nicht schlimm, kommen ja noch andere Sachen drauf.

 
zum Beispiel, kann man zarte Spitzenreste, Seidenreste, Organza, Mullbinden drüber filzen.....

 Damit alles gut zusammen wächst, nähe ich auch ein paar Mal mit der Nähmaschine wild umher*g*
Aber es soll auch nicht perfekt sein.
Kann ruhig mal die eine oder andere Ecke überstehen oder so :o))
Das Bild unten zeigt, wie die Rückseite mit der Zeit immer dichter verwebt wird.

Den Organza mache ich über die Reste auch mit der Filzmaschine, gut ist wenn die Märchenwolle,
vorher noch nicht ganz eingearbeitet ist, das verbindet sich dann besser. 
 
Das dauert einige Zeit, aber eines Tages ist es fertig :o) Bei kleineren Stücken geht das natürlich schneller.
 
Hier noch ein Bild, wie ein fertiger Stoffrohling aussehen kann:
 
An einigen Stellen halte ich auch mal kurz ein Feuerzeug dran, um Fäden abzusengen oder mit Absicht Löcher hinein zu brennen.
 
Daraus kann man dann verschiedenste Sachen fertigen, ein paar davon, will ich beim nächsten Mal posten, winke,winke, eselfee :o))